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Skydiven

In meinem heutigen Post berichte ich über meine Erfahrung beim Skydiven in Paracentrum Texel (Holland).

Hierbei widme ich mich einem ganz besonderen Thema nämlich der Angst. Es ist unglaublich wie viele Entscheidungen aus unserem Alltag auf Angst gefällt werden.

Ob die Angst vor Terror, die Angst vor Misserfolg, die Angst nicht akzeptiert zu sein, die Angst vor Armut, die Angst vor dem Unbekannten Ängste über Ängste… Es ist unglaublich wie vielen Ängsten wir ausgesetzt sind. All diese Ängste bestimmen oft die Aktionen die man ausführt oder beeinflussen die Entscheidungen die man trifft…

Da stellt sich die Fragen: Wie gehst Du oder Ich mit Angst um? In diesem Zusammenhang bietet Skydiven eine spezielle Gelegenheit sich mit einer speziellen Angst zu konfrontieren.

Skydiven ist eine besondere Situation in der nicht nur ich sondern die meisten sich mit Ihrer Angst konfrontiert sehen.

 

Rausspringen aus einem Flugzeug. Aus einem Flugzeug bei dem die Tür hoch über den Wolken geöffnet ist. Unglaublich! Wer macht das schon?So war auch mein Gedanke.

Vor vielen Jahren hatte ich schon mal vor Skydiven zu gehen und das auf Hawaii. Aber damals habe ich mich durch die anderen in der Gruppe beeinflussen lassen. Ich war die einzige in der Gruppe die Skydiven gehen wollte, die andere wollten es nicht und haben mir aus ihrer Angst heraus davon abgeraten. Ich habe mich davon beeinflussen lassen und dadurch habe ich es nicht gemacht.

Es sei doch viel zu gefährlich, so war der Wortlaut!

Oft war ich in der Situation als ich auf das Thema Skydiven gestossen bin mit damit konfrontiert ach hätte ich doch  oder wäre ich doch oder das wollte ich machen …

Bis zu dem Zeitpunkt als Guiliette meine Blogger Kollegin mit der Idee aufkam Skydiven zu gehen.  Sie hätte doch bei vielen Künstlern beobachtet, dass diese häufig Skydiven gehen und es eine tolle Erfahrung ist und eine Gelegenheit bietet sich inspirieren zulassen. In Texel in Holland   gibt es das Paracentrum Texel welches auf der Insel tolle Bedingungen für das Skydiven bietet.

Die Idee fand ich super. Ich dachte mir nur warum nicht!

Let´s go! 🙂

 

Aber als dann Termin immer näher rückte wurde mir schon anders. Sorgen kamen auf. Was wenn der Fallschirm nicht auf geht? Oh je und überhaupt. Wie ist es über den Wolken aus einem Flugzeug rauszuspringen?  Unzähligen Gedanken die einem, dabei durch den Kopf gehen.

Beim ersten Mal springt man immer in einem Tandem Sprung aus dem Flugzeug d.h. man springt zu zweit ein erfahrener Springer ist dabei und der ist dafür zuständig, dass sich der Fallschirm öffnet.  An dem Trainer ist man mit Hacken befestigt. Allein der Gedanken nur an diesen Hacken befestigt in 4 km Höhe befestigt zu sein ist Angst einflössend. Was passiert nämlich wenn diese Hacken sich nicht halten?

Aber in der Zeit vor so einem Sprung macht man wirklich gedanklich viele mögliche Szenarien durch. Unglaublich was an einem die Kreativität in dem Moment alles her gibt. Grosses Kino – Mission Impossible lässt grüssen. Nervösität kam für mich dabei schon auf.

Aber der Moment als wir endlich dran kamen und das Flugzeug startklar war und wir einsteigen konnten, war bei mir plötzlich die ganze Angst wie weggeblasen ab dem Moment habe ich es genossen. Ok bis zu dem Moment, als im Flieger dann die Frage aufkam wer springt zuerst Guiliette oder ich? Hmmmmm

Unsere Trainer hatten eine besonders einfallsreiche Idee, sie ließen uns Klick-Klack-Kluck spielen. Der Verlierer ist als erstes dran!

Unglaulich ich hab auf Papier gesetzt und ich habe verloren. So kam es dazu, dass ich wie im Video auch zusehen ist, als erste rausspringen musste.

Oh mein Gott in dem Moment … hiess es, jetzt ist es endlich soweit. Als sich dann die Tür über den Wolken öffnete  ab da war alles was dann passierte unbeschreiblich…

Der Sprung aus dem Flieger und der freie Fall sind kaum in Worte zufassen. Man fliegt ca 30 Sekunden lang aus  dem Flugzeug. Die Luft die einem bei dem Fall entgegen strömt ist so weich. Es ist unglaublich mal fällt und fällt, man hat sogar noch genug Zeit, die Aussicht zu geniessen. Gerade in Texel kann man den Ausblick auf die Insel und das Meer erleben. Ein unvergesslicher Moment den ich nie vergessen werde. Einfach ein wowwww Moment!

Der Moment in dem man seine eigene Angst überwindet ist einfach unglaublich prägend. In einigen Sekunden erlebte ich einen der prägendste Moment in meinem Leben. Man fliegt mehrere Sekunden unglaublich jede Sekunde vergeht sehr langsam. Man realisiert richtig den Moment in dem man fliegt.Man hat genug Zeit sogar die Aussicht zu geniessen. DAnn öffnet sich irgendwann der Fallschirm so bald der offen ist lässt man sich vom Fallschirm gleiten.

Die Situation hat mir gezeigt dass man sich wirklich nie von seiner Angst leiten lassen sollte, sondern sich einfach auf sein Bauchgefühl und auf die Dinge, die man wirklich machen will widmet. Als aus Angst irgendetwas zu tun. Oft führt das auch zu Situation in denen man, nämlich selbst nicht sein möchte. Auf die eine Entscheidung, die man Angst fällt, folgen ein Dutzend anderer Entscheidungen, die alle auf Angst beruhen. Kein Wunder wenn man dann aus lauter Angst sich in eine Situation hinein manövriert, die für einen unausgewogenen Gesamtzustand führt. Die vielleicht sogar dann in einer Depression endet, weil man sich ständig mit seinen eigentlichen Ideen zurück hält und eher aus der Angst heraus handelt.

Ich persönlich bin total froh, dass ich es gemacht habe! Ich kann bestätigen dass die besten Dinge des Lebens auf der anderen Seite der Angst liegen. Solche Momente, in denen man seine Ängste überwindet sind die Moment, für die man lebt.

In meiner Vorbereitung habe ich mich auch von Will Smith inspirieren lassen der einen super Vortrag über das Skydiven gehalten hat.

Ich hoffe mein Ausflug in das Skydiven hat Dir gefallen. Über Dein Feedback freue ich mich. Gerne kannst Du auch über dein Erlebniss beim Skydiven hier berichten.


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