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Heute habe ich etwas besonderes – und zwar ein Interview mit dem jungen Designstudenten Timo Bürger. Er studiert am Fashion Design Institut in Düsseldorf, vor kurzem hat Michael Vanya eine Kollektion von ihm geshootet – die Bilder dazu findet ihr hier. Seine Arbeiten fallen unter dem Titel „Dthree – Fashion“ – Dthree steht für die drei Dimensionen und er liebt es Kleidung in diesen 3 Richtungen zu gestalten.

timo buerrger, young deisgn talent , avantgarde mode

Hallo Timo, danke für das Interview. Warum studierst du gerade Modedesign?
Ich wusste schon früh, dass ich etwas Neues mit meinen Händen schaffen und meine Kreativität ausleben will. Nach einem enttäuschenden Praktikum bei einem Schreiner und einem Floristen, habe ich ungefähr 2013 die Liebe zur Mode entdeckt. Nicht die Liebe zur klassischen Mode, sondern die Liebe zu der Avantgardemode à la Gareth Pugh oder Demobaza. So habe ich den Entschluss gefasst Modedesign zu studieren, denn dort kann ich Kreativität und Handwerk kombinieren.

timo buerger, young deisgn talent , avantgarde mode

Was fasziniert dich am meisten im Bereich Fashion?
Ich würde die Frage gerne mit einem Zitat (Urheber unbekannt) beantwortet „Kleider machen Leute“. Ich finde es super spannend wie Leute ihr Erscheinungsbild nur durch Kleidung verändern und auch ganz anders auf Leute wirken können.
Wie wichtig sind für dich Schuhe?
Ich finde Schuhe sehr wichtig, da sie ein Outfit zerstören oder komplettieren können. Schuhe sind also essenziell für ein abgerundetes Gesamtpaket.
Hast du ein Lieblingsmaterial?
Einlage! Einlage ist mit Abstand mein Lieblingsmaterial, da ich sie so gut wie in jedem Outfit einsetze um Bereiche zu verstärken.
Wo siehst du dich in 5 Jahren?
Die Frage ist schwer zu beantworten, da die Modewelt ständig im Wandel ist. Der Plan, den ich mir im Moment als Ziel gesetzt habe, ist, dass ich nach meinem Studium weiterhin Berufserfahrung sammeln und mich nach einiger Zeit mit meinem eigenen Label selbstständig machen will.


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Ist Mode eine Kunstform oder nicht?
Mode ist immer eine Kunstform, da jeder Designer seine Kreativität in Bekleidung ausdrückt. Selbst Basicklamotten können in der richtigen Kombination etwas vollkommen Neues ergeben. Da ich später in die Avantgarde Richtung mit Prêt-à-Porter Einflüssen gehen will, sehe ich meine Klamotten als Kunst an.

Was ist deine Lieblingsfarbe – falls du eine hast?
Auch wenn viele sagen, dass Schwarz keine Farbe ist, ist es für mich definitiv meine Lieblingsfarbe. Schwarz ist zeitlos und mit allem kombinierbar.



Würdest du das Studium weiterempfehlen?
Von meinem Standpunkt aus kann ich es weiterempfehlen, aber wer sich nicht für Mode interessiert, für den ist so ein Studium logischerweise nichts. Das Studium ist kein zuckerschlecken. Es ist sehr Zeitintensiv und man muss Einsatz und Willen zeigen. Natürlich muss man auch ein großes Ego und Selbstbewusstsein haben, um für seine Kreationen einstehen zu können.

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Welches Kleidungsstück gefällt dir als Gestalter am besten?
Mäntel und Jacke, da man die größte kreative Freiheit in ein Kleidungsstück reinbringen kann.

Für die jungen kreativen unter uns gibt es hier noch einen passenden Wettbewerb „Fashion Fusion“

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Fotos von Michael Vanya


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